Allgemeine Geschäftsbedingungen


1. Geltungsbereich

1.1. Die Commerce Grid GmbH, Conventstrasse 1, 22089 Hamburg, im Folgenden „FASH BACK“, betreibt die Fashion-Plattform FASH BACK. Über diesen Dienst können registrierte Kunden (im Folgenden „Verkäufer“) sehr gut erhaltene gebrauchte Markenbekleidung, Accessoires und Schuhe (im Folgenden „Ware“) gegen Zahlung eines Festpreises oder gegen einen höherwertigen Gutschein verkaufen.

1.2. Diese allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für sämtliche Willenserklärungen, Verträge und rechtsgeschäftlichen oder rechtsgeschäftsähnlichen Handlungen der Parteien im Vorfeld eines geplanten Verkaufs oder im Zusammenhang mit dem Verkauf von Ware an FASH BACK.

1.3. Von diesen Bedingungen abweichende Geschäftsbedingungen des Verkäufers finden keine Anwendung.

2. Ankaufsvoraussetzungen

2.1. Der Verkauf über fashback.de ist Minderjährigen und anderen nicht oder nur beschränkt geschäftsfähigen natürlichen Personen nicht gestattet.

2.2. FASH BACK kauft ausschließlich solche Ware an, die den Ankaufskriterien von FASH BACK entspricht. Insbesondere defekte, mangelhafte oder verschmutzte Ware oder Plagiate bzw. rechtswidrige Nachbildungen von Markenprodukten werden nicht gekauft.

2.3. FASH BACK kauft nur solche Ware an, die im Eigentum des Verkäufers steht und die frei von Rechten Dritter ist.

2.4. Der Ankauf erfolgt lediglich aus EU Ländern.

3. Registrierung und Zugangsdaten

3.1. Der Verkauf von Ware über FASH BACK setzt eine – für den Verkäufer kostenfreie - Registrierung und die Einrichtung eines Verkäuferkontos voraus.

3.2. Für die Registrierung teilt der Verkäufer seine E-Mail-Adresse, seinen Vor- und Nachnamen sowie seine Anschrift mit und legt einen Benutzernamen und ein Passwort fest (zusammen im Folgenden „Zugangsdaten“). Der Verkäufer hat sein Passwort geheim zu halten und es vor dem Zugriff durch unbefugte Dritte geschützt aufzubewahren. Ist dem Verkäufer das Passwort abhandengekommen oder stellt er fest oder hegt er den Verdacht, dass seine Zugangsdaten von einem Dritten genutzt werden, hat er dies FASH BACK umgehend mitzuteilen.

3.3. Der Verkäufer ist verpflichtet, die bei der Registrierung erhobenen Daten wahrheitsgemäß und vollständig anzugeben. Bei einer Änderung der erhobenen Daten nach erfolgter Registrierung hat der Verkäufer die Angaben in seinem Verkäuferkonto unverzüglich zu aktualisieren oder - soweit dies nicht möglich ist –unverzüglich die Änderungen mitzuteilen.

3.4. Nach Abschluss des Registrierungsprozesses übersendet FASH BACK an den Verkäufer eine Registrierungsmail mit einem Bestätigungslink. Erst wenn der Verkäufer auf diesen Bestätigungslink geklickt hat, ist die Registrierung abgeschlossen.

3.5. FASH BACK hat das Recht, die Registrierung wieder ohne Angabe von Gründen zu beenden oder zu sperren. Eine Beendigung der Registrierung wird insbesondere dann erfolgen, wenn der Verkäufer unter Missachtung der Ankaufskriterien Ware übersandt hat.

4. Wertschätzung, Vertragsschluss, Scheitern eines Vertragsschlusses

4.1. Will ein Verkäufer Ware verkaufen, gibt er diese – unter Nutzung der angegebenen Erfassungsmöglichkeiten – in dem vorgesehen Prozess an. Durch Einstellen der Ware sichert der Kunde zu, dass die angegebene Kategorisierung zutreffend ist und dass die Ware den Ankaufskriterien entspricht. Aufgrund des Inhalts der Verkaufsbox und der Kategorisierung schätzt FASH BACK einen Betrag, der voraussichtlich als Kaufpreis auf ein angegebenes Konto („Barzahlungpreis“) überwiesen wird. Zusätzlich gibt FASH BACK als Alternative den Wert eines optional als Gegenleistung angebotenen Gutscheins eines Modeunternehmens an. Der Wert des Gutscheins liegt im Regelfall deutlich über dem Barzahlungspreis, wobei in der ersten Stufe beim Gutschein der Schätzwert noch nicht genau ermittelt werden kann, sodass nur ein Höchstpreis angegeben wird. Die Angabe des Barzahlungspreises (und des optional angebotenen Gutscheins) ist nicht als verbindliches Angebot an den Verkäufer zu verstehen.

4.2. Zum Zwecke der Vertragsabwicklung ist die anschließende Registrierung bzw. das Login in das Verkäuferkonto erforderlich.

4.3. Nach der Registrierung bzw. dem Login und einen Klick auf den Verkaufsbutton „Jetzt verkaufen und Versandlabel erhalten“ erhält der Verkäufer per E-Mail ein Versandlabel, das von ihm zum Versand der Ware zu nutzen ist. Das Versandlabel ist auch in seinem Verkaufskonto abrufbar.

4.4. Indem der Verkäufer die verpackte Ware (mit dem angebrachten Versandlabel) an FASH BACK auf dem Postweg sendet, unterbreitet er FASH BACK ein Angebot auf Abschluss eines Kaufvertrages zu dem benannten Barzahlungspreis. Eine Versendung der Ware unter Nutzung des Versandlabels ist nur innerhalb von einem Monat nach Zugang des Versandlabels möglich. Der Eingang der Ware wird dem Verkäufer per E-Mail bestätigt.

4.5. Nach dem Eingang der Ware begutachtet und überprüft FASH BACK die Ware gemäß den eigenen Ankaufskritierien und entscheidet darüber, ob die Ware zu dem berechneten Barzahlungpreis angekauft wird. Der Verkäufer wird per E-Mail und in seinem Kundenkonto über das Ergebnis der Warenprüfung informiert.

4.6. Wenn die Prüfung aus Sicht von FASH BACK ergibt, dass die Ankaufskriterien erfüllt sind, versendet FASH BACK an den Nutzer eine E-Mail, durch die das Angebot des Verkäufers angenommen wird. Damit ist der Kaufvertrag geschlossen.

4.7. In dieser E-Mail ist ein Link enthalten, der zu einer personalisierten Landingpage verweist. Auf diese Landingpage wird dem Verkäufer das Recht eingeräumt, an Stelle des Barzahlungspreises einen oder mehrere Gutscheine anderer Handelsunternehmen, die wertmäßig über dem Barzahlungspreis liegen, zu erhalten. Diese Landingpage ist auch über das Kundenkonto des Verkäufers unter „Meine Verkäufe“ erreichbar.

4.8. Will ein Verkäufer diese Option ausüben und die Gutscheine erhalten, muss er (nach einer gegebenen Auswahl zwischen den angebotenen Gutscheinen) dies durch Klick auf den entsprechenden Auswahlbutton erklären. Für die Auswahl der Option hat er 30 Tage Zeit.

4.9. Will ein Verkäufer hingegen den Barzahlungspreis erhalten, sollte er das durch eine entsprechen Klick auf der Landingpage erklären. Anschließend wird er zur Angabe seiner Kontoverbindung aufgefordert, wenn diese nicht bereits bei FASH BACK gespeichert ist. Nach Wahl der Auszahlung des Barzahlungspreises wird eine Überweisung innerhalb von fünf Werktagen erfolgen. Erklärt der Verkäufer nicht ausdrücklich, dass er den Barzahlungspreis wünscht, wird der Barzahlungspreis nach Ablauf der 30-tägigen Optionsfrist (vgl. Ziff. 4.8) überwiesen werden. Sollte FASH BACK dann noch nicht die Kontoverbindung des Verkäufers kennen, wird er per E-Mail zur Angabe der Kontoverbindung aufgefordert. Nach Kenntnis der Kontoverbindung wird eine Zahlung unverzüglich erfolgen.

4.10. Ergibt die Bewertung, dass FASH BACK die Ware nur zu einem geringeren Preis als dem nach der Registrierung der Ware geschätzten Barzahlungspreis ankaufen will (z.B. weil die Ware nicht in dem vom Verkäufer beschriebenen Zustand war oder aber mit den Ankaufskriterien nicht vereinbar ist), unterbreitet FASH BACK dem Verkäufer per E-Mail ein neues Angebot auf Abschluss eines Ankaufsvertrages. Dieses Angebot wird auch im Kundenkonto unter „Meine Verkäufe“ angezeigt. Auch bei diesem Angebot kann der Verkäufer zwischen einem Barzahlungspreis und einem höheren Gutschein wählen. Dieses Gegenangebot von FASH BACK kann innerhalb von 30 Tagen vom Verkäufer angenommen werden. Die Frist beginnt mit der Mitteilung des Bewertungsergebnisses per E-Mail. Der Ankaufvertrag kommt in diesem Fall mit der fristgerechten Annahme des Gegenangebotes durch Wahl einer Option zustande. Alternativ kann der Kunde das Angebot auch ablehnen.

4.11. Die Parteien sind sich einig, dass mit Abschluss des Kaufvertrags das Eigentum an der Ware auf den Verkäufer übergeht.

4.12. Hat FASH BACK am Erwerb der Ware kein Interesse, wird dies dem Kunden per E-Mail mitgeteilt.

4.13. Kommt es zu keinem Vertragsschluss, kann der Verkäufer die Rücksendung der Ware verlangen. Allerdings hat er die Kosten der Rücksendung zu tragen. Auf dieses Recht wird der Verkäufer von FASH BACK per E-Mail oder auf der Landingpage nach Ablehnung eines Angebots durch den Verkäufer hingewiesen, wenn sich herausgestellt hat, dass es zu keinem Vertragsschluss kommt (z.B. weil der Verkäufer ein reduziertes Angebot nicht angenommen oder aber FASH BACK einen Ankauf abgelehnt hat). FASH BACK wird den Verkäufer in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass eine Rücksendung nur erfolgt, wenn der Verkäufer innerhalb eines Monats nach Zugang dieser Information das benannte Rücksendeporto auf das in der E-Mail benannte Konto überweist. Die Zahlung der Portokosten wird als Ausübung des Rücksenderechts verstanden.

4.14. Fordert der Verkäufer nicht die Rücksendung der Waren innerhalb eines Monats (durch Zahlung der Rücksendekosten und u.U. des Schadensersatzes nach Ziff. 5), geht FASH BACK davon aus, dass eine Rücksendung gar nicht erwünscht wird. FASH BACK ist dann berechtigt, die Ware zu entsorgen.

5. Schadensersatzpflicht des Kunden bei Übersendung von mangelhafter Ware

5.1 Kommt es zu keinem Vertragsschluss (vgl. Ziff. 4.10, 4.12) und ist dies auf einen schuldhaften Verstoß des Verkäufers gegen die Ankaufskriterien zurückzuführen (z.B. durch Einsendung von Ware, die nicht den Angaben aus der Kategorisierung oder aber den Ankaufskriterien entspricht), hat der Kunde vor der Rücksendung für die entstandenen Kosten (Porto, Bearbeitungskosten) Schadensersatz zu leisten. FASH BACK wird den genannten Schaden genau beziffern, kann aber auch einen pauschalisierten Schadensersatz in Höhe von 4,90 EUR geltend machen. Die Pflicht zur Zahlung des pauschalierten Schadensersatzes entfällt oder vermindert sich, wenn der Verkäufer nachweist, dass ein Schaden oder eine Wertminderung nicht entstanden ist oder wesentlich niedriger als die Pauschale ist. FASH BACK wird im Regelfall den Schadensersatz bereits in der Mail nach Ziff. 4.12 geltend machen. In diesem Fall wird eine Rücksendung der Ware nur erfolgen, wenn zusätzlich zum Porto auch der Schadensersatz innerhalb der genannten Frist gezahlt wird.

5.2 Kommt es zu einem Vertragsschluss, weil FASH BACK zunächst nicht erkennt, dass die Ankaufsrichtlinien vom Verkäufer schuldhaft verletzt wurden (insbesondere beim Verkauf von Plagiaten, also Waren, die nicht vom Berechtigten der auf der Ware angebrachten Marken hergestellt wurde), ist der Verkäufer verpflichtet, FASH BACK den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. Der Verkäufer stellt FASH BACK insoweit frei von allen Ansprüchen Dritter an den angebotenen Produkten einschließlich entstehender Schäden und Kosten für die erforderliche Rechtsverteidigung.

6. Preise, Versand, Zahlung

6.1 Der Ankaufspreis versteht sich inklusive eventuell anfallender Umsatzsteuer sowie Verpackung durch den Verkäufer. Dies gilt auch dann, wenn ein Kauf durch Lieferung eines Gutscheins erfolgt.

6.2 Die Zusendung der Ware ist für den Verkäufer kostenlos. Für den Versand ist aus logistischen Gründen die Nutzung der dem Verkäufer per E-Mail zugeschickten Paketmarke erforderlich. Unfreie Warensendungen werden nicht angenommen.

6.3 Der Warenversand erfolgt bis zu einem Gewicht von 31,5 kg und ist mit einem Wert von 500,00 € versichert.

6.4 Die Rücksendung von Ware erfolgt auf Kosten des Verkäufers nach Maßgabe von Ziffer 4.12, 4.13 und 5.1 dieser allgemeinen Geschäftsbedingungen.

6.5 Die Zahlung des vereinbarten Ankaufpreises erfolgt bei einer Zahlung durch Gutschein durch elektronische Bereitstellung des Gutscheins an die bei der Registrierung gespeicherte E-Mail-Adresse. Wahlweise kann FASH BACK den Gutschein auch an die gespeicherte Postadresse übersenden. Eine Übersendung des Gutscheins wird innerhalb von einer Woche nach Vertragsschluss und Ablauf der Frist nach Ziff. 4.6 erfolgen.

6.6 Ist eine Zahlung durch Überweisung des Barzahlungspreises vertraglich vereinbart, richtet sich die Überweisung nach Ziff. 4.9.

7. Keine Warenrücksendung nach Abschluss des Ankaufvertrages

7.1 Nach Abschluss des Ankaufvertrages wird die Ware von FASH BACK weiterveräußert. Eine Rücksendung der Ware ist nicht mehr möglich. Ein Widerrufsrecht besteht nicht.

7.2 Vor Abschluss des Ankaufvertrages ist eine Rücksendung der Ware nach Maßgabe von Ziffer 4.13, 5.1 dieser Geschäftsbedingungen möglich.

8. Haftung, Freistellung

8.1 FASH BACK haftet nach den gesetzlichen Bestimmungen für Schäden des Verkäufers,

8.2. Wesentliche Vertragspflichten sind solche vertragliche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglichen und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertraut und vertrauen darf, und deren Verletzung auf der anderen Seite die Erreichung des Vertragszwecks gefährdet.

8.3. Bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht ist die Haftung beschränkt auf solche Schäden, mit deren Entstehung im Rahmen des Bereithaltens eines Angebotes wie dem von FASH BACK typischerweise und vorhersehbar gerechnet werden muss. Für nicht typischerweise eintretende sowie unvorhersehbare Schäden haftet FASH BACK nur, soweit der Schaden vorsätzlich herbeigeführt wurde; dies gilt nicht, wenn Leib, Leben oder Gesundheit betroffen sind.

8.4. Im Übrigen ist eine Haftung von FASH BACK unabhängig vom Rechtsgrund ausgeschlossen

Datenschutz

Erläuterungen zur Erhebung, Speicherung und Nutzung personenbezogener Angaben der Verkäufer finden sich in unserer Datenschutzerklärung.

Gerichtsstand, anwendbares Recht

10.1 Ist der Verkäufer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle sich aus dem Vertragsverhältnis ergebenden Ansprüche Hamburg, Deutschland.

10.2 Auf den Vertrag findet ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland Anwendung. Die Geltung des UN-Kaufrechts ist ausgeschlossen. Ist der Verkäufer ein Verbraucher, sind darüber hinaus die zwingenden Verbraucherschutzbestimmungen anwendbar, die in dem Staat gelten, in denen der Verkäufer seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, sofern diese dem Verkäufer einen weitergehenden Schutz bieten.

Stand: Oktober 2015
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